Donnerstag, 10. Dezember 2015

Santa Claus kriegt auf den Arsch

Santa Claus kriegt auf den Arsch

An einem nasskalten Novembertag in Berlin Tempelhof sitze ich mit Freundinnen und einem neuen Fan unsres Etablissements im Holzraum und wir trinken Tee.
Unser Gespräch handelt vom Anatomieunterricht mit Schwerpunkt unterer Rumpf als Teil des pädagogischen Auftrags des Bildungsinstitutes Dominastudio LUX. Besonders die Frage des Nachsitzens als Strafe bei Unaufmerksamkeit oder erhöhter Erregung beschäftigt uns sehr.

Neuerdings gibt es einen schlauchartigen Kamin bei uns, und der fängt plötzlich an zu wackeln und zu ächzen. "Ho-ho-ho", hören wir, und schon schiebt sich uns eine rote Mütze entgegen, gefolgt von einem Kopf, der fast hinter einem gelockten Rauschebart verschwindet, und schließlich hockt ein seltsamer Weihnachtsmann mit Rucksack und in albernen Wanderschuhen vor uns.
Es passieren ja dauernd die wildesten Dinge bei uns im Studio LUX, da darf man sich nicht zu lange wundern, und ich frage ihn nach Geschenken. Es scheint ein englischsprachiger Santa Claus zu sein, immerhin kam er ja auch durch den "Schornstein".

Sein südenglischer Dialekt erinnert mich daran, dass es dort keine Meldebehörden gibt. Eine per Gesetz erzwungene Registrierung  (LINK http://www.bufas.net/DOKUMENTE/bufas%20Stellungnahme%202015-09-10.pdf) aller Prostituierten, wie sie hier im Moment im Bundestag beschlossen wird, ist in England undenkbar.

Nein, Geschenke hat er nicht, und dass er fast elf Monate zu spät dran ist, versucht er langatmig durch Gejammer über viel Arbeit und viel zu viele Kinder in Berlin zu rechtfertigen.

Da ist er bei uns falsch.
Lady Velvet Steel fragt ihn streng nach seinen Rentieren aus, da sie nicht glaubt, dass er wirklich der Weihnachtsmann ist. Mir werden seine kruden Erklärungen schnell zu blöd, und befehle ihm, seine lächerlichen Schuhe auszuziehen und uns seinen blanken Hintern zu zeigen. Der Gute ist nackt unter seinem roten Outfit!

Spanking, das braucht dieser seltsame Kauz offensichtlich, und wir alle legen Hand an, nacheinander, immer wieder. Nein, er bleibt dabei- seine Arbeitsbedingungen seien schlecht, und er könne nichts dafür, dass er elf Monate zu spät dran sei und keine Geschenke da habe. Er hört gar nicht mehr auf zu schwatzen.

Ich fordere ihn auf, vor mir kniend in meine Augen zu schauen und endlich Ruhe zu geben. Erinnere ihn, dass er ein wohlhabender Mann mit vielen Privilegien ist. Nacheinander rutscht er von mir zu Lady Velvet Steel, zum neuen Fan des Studio LUX, und zu Pixie, und wir alle blicken ihm streng direkt über den Rauschebart.

Ist er nun soweit, sich zu entschuldigen? Nein. Nun denn. Das ist ein Fall für harte Fesselung und gründliches Verhör.
Meine Vermutung ist, dass ich tief in der Vergangenheit dieses seltsamen Wichtes forschen muss- immerhin hat er damals im 4. Jahrhundert in Demre, in der heutigen Türkei, sein großes Erbe unter den Armen verteilt. Hat er nicht der Legende nach sogar notleidende junge Frauen vor dem schrecklichen Schicksal der Prostitution gerettet? Ist das Teilen nicht ein Thema, das heute so aktuell wie damals ist? Hat er das vergessen?
Er kann sich einfach nicht erinnern.

Auf die Fesselbank gebunden, die Nippel entblößt und behandelt, der Anus gefüllt- noch möchte er sich seiner heiligen Vergangenheit nicht stellen, aber immerhin hält er jetzt beschämt seinen Mund. Gut, denn eine Auswahl verschiedenster Knebel liegt schon bereit!

Das dritte Paar der fiesen Klammern und weiteres Spanking bringen es endlich. Santa Claus gibt zu, ein raffgieriger Kapitalist geworden zu sein, der Rentiere und Elfen gleichermaßen ausbeutet und nur auf Profit aus ist.
Er verspricht mehrmals und glaubwürdig, nun wieder mit armen Menschen zu teilen, und Ressourcenumverteilung unabhängig von der Rettungsindustrie  (Link https://www.woz.ch/-554a) in die Wege zu leiten.

Wir verkünden ein angemessenes Strafmaß, ich vollstrecke, was zu vollstrecken ist und geläutert und dankbar kriecht Santa Claus in den Kamin zurück.

Ja, ja… Es braucht nicht immer ein Klassenzimmer in Berlin oder Spanking, um pädagogische Aufträge zu erfüllen. Aber es braucht im Winter 2015 die Unterstützung aller Freigeister und Lebensgenießerinnen, mit und ohne Rauschebart, um Rettung wider Willen (LINK http://saveusfromsaviours.net/?p=65) und zu befürchtendes Zwangsouting per Gesetz (LINK http://jungle-world.com/artikel/2015/30/52353.html) zu verhindern.


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